Veranstaltung

Apfel- und Birnenausstellung im Odenwälder Freilandmuseum

Äpfel und Birnentag im Freilandmuseum
Sa, 3. bis So, 4. Oktober 2020
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

mit der Möglichkeit zur Sortenbestimmung durch Apfel- und Birnenexperten der Pomologenverbände Baden-Württemberg und Hessen
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Beschreibung
Am Samstag, den 3. und Sonntag, den 4. Oktober findet in der offenen Dreschhalle des Odenwälder Freilandmuseums eine Apfel- und Birnenausstellung statt. Gezeigt werden die Früchte von jeweils über 200 alten Apfel – und Birnensorten, die früher überall auf den Streuobstwiesen im ländlichen Baden-Württemberg zu finden waren, heute jedoch oftmals rar geworden und teils sogar in ihrem Bestand gefährdet sind. Streuobstwiesen sind ein typischer Teil der Odenwälder Kulturlandschaft und stellen wichtige Ökosysteme dar, die zum Erhalt der einheimischen Artenvielfalt von Flora und Fauna beitragen.
An beiden Tagen besteht die Möglichkeit eigene Äpfel und Birnen von den beiden Experten Hermann Schreiweis (Birnen) und Werner Nußbaum (Äpfel) vom Pomologenverband Baden-Württemberg bzw. Hessen bestimmen zu lassen. Die Sortenbestimmung findet am Samstag, den 3. Oktober von 11.00 bis 17.00 Uhr und am Sonntag, den 4. Oktober von 11.00 bis 16.00 Uhr vor der Dreschhalle des Freilandmuseums unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsvorkehrungen (Maskenpflicht!) statt.

FLM Äpfel und Birnen

Äpfel und Birnen waren früher unverzichtbare Bestandteile des ländlichen Speisezettels. Ihre Vielfalt war um ein Hundertfaches größer als die wenigen Apfelsorten, die heute im Supermarkt angeboten werden. Der Sortenreichtum spiegelt die vielseitige Verwendung: Frühzeitig reife Obstsorten wurden direkt verzehrt, zum Kuchenbacken genutzt oder eingeweckt, späte Apfel- und Birnensorten wurden eingelagert. Sie waren in den kalten Wintermonaten oftmals die einzigen (noch) frischen Vitaminlieferanten. Bestimmte Apfel- und Birnensorten wurden zu Apfelsaft, Most oder Schnaps verarbeitet. Apfelmost war im rauen Odenwald und steinreichen Bauland das typische Alltagsgetränk der ländlichen Bevölkerung, denn für Weinanbau war das Klima in beiden Landstrichen eher ungeeignet. Bier musste man in den Gastwirtschaften mit Braurecht kaufen, Most jedoch konnte jeder Landwirt in großen Mengen selbst herstellen und im eigenen Vorratskeller lagern.
An beiden Ausstellungstagen wird auf der Wiese vor der Dreschhalle ab ca. 11.00 Uhr das Mosten von Äpfeln vorgeführt. Ein Verkauf des Saftes ist aufgrund der Corona-Situation allerdings nicht möglich.
Das Odenwälder Freilandmuseum ist laut Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg dazu verpflichtet die Kontaktdaten aller Museumsbesucher zu erfassen. In bestimmten Bereichen des Museums besteht Maskenpflicht, die Hinweisschilder sind zu beachten, die Einhaltung des Mindestabstandes von 2 m ist auf dem gesamten Gelände unbedingt zu waren. Die Obstsorten-Ausstellung und die Sortenbestimmung findet ebenso unter Einhaltung der Hygieneregeln des Museums statt. Es ist daher möglich, dass es bei der Sortenbestimmung zu Wartezeiten kommen kann. Der Museumsbiergarten ist an beiden Tagen von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, die Schankstube bleibt aufgrund der engen Räumlichkeiten geschlossen. Die Veranstaltung findet vorbehaltlich der Entwicklung des Infektionsgeschehens im Neckar-Odenwald-Kreis statt. Etwaige Änderungen werden auf der Website des Odenwälder Freilandmuseums unter www.freilandmuseum.com bekannt gegeben. Weiter Informationen im Odenwälder Freilandmuseum unter 06286-320 oder per E-Mail an info@freilandmuseum.com.
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