Kontakt & Informationen

Forstbetriebsleitung Walldürn

Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis
Obere Vorstadtstraße 19
74731 Walldürn
Stadtteil: Kernstadt Walldürn
06261 841080
06261 844706
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Unsere Förster:
Forstbetriebsleiter
Jörg Puchta
Tel: 06261-84-1080

Forstrevier Walldürn-Altheim
Forstamtmann Stefan Michel
Tel: 06283-225407

Forstrevier Walldürn-Höhe
Forstamtmann Thomas Riemer
Tel: 06282-927837

Forstrevier Walldürn-Hornbach
Forstamtmann Ulrich Kipple
Tel: 06281-325945
Recht & Organisation Recht & Gesetz, Waldsperrung, Verkehrssicherungspflicht 

Recht und Gesetz

Die Waldbewirtschaftung unterliegt verschiedensten Gesetzen, Verordnungen, Vereinbarungen und Richtlinien. An erster Stelle sind das Bundeswaldgesetz und das Landeswaldgesetz Baden-Württemberg zu nennen.
Als weiterer Gesetze seien exemplarisch benannt: Landes- und Bundesnaturschutzgesetz, Landes- und Bundesjagdgesetz, Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz, Pflanzenschutzgesetz, Arbeitsschutzgesetz etc.
Ergänzt werden diese Vorschriften durch Verordnungen wie Körperschaftswaldverordnung, Privatwaldverordnung etc. sowie durch Richtlinien zum Beispiel zur Waldentwicklung, Jungbestandspflege, Feinerschließung, Pflegliche Waldarbeit usw.
Die Zertifizierung für nachhaltige Bewirtschaftung des Stadtwaldes nach den Kriterien von PEFC setzt weitere Kriterien, die bei der Waldbewirtschaftung einzuhalten sind.

WALD 032 Recht u Gesetz

Ein weiteres entscheidendes Element für die Art der Waldbewirtschaftung ist neben den Gesetzen die Zielvereinbarung, die von der Forstverwaltung mit dem Waldeigentümer geschlossen wird. In dieser Zielvereinbarung legt der Waldeigentümer dar, wo er in der Waldbewirtschaftung Schwerpunkte gesetzt sehen will.
Ebenso wie die Zielvereinbarung setzt der jährliche Beschluss des Gemeinderats über den Forsthaushaltsplan den Rahmen für die Bewirtschaftung des Waldes.

Waldsperrung

Grundsätzlich besteht ein freies Waldbetretungsrecht (siehe auch Erholung). Sofern es aber zum Beispiel aus Gründen der Waldbewirtschaftung und zum Schutz der Waldbesucher erforderlich ist, darf der Waldeigentümer das Betreten des Waldes einschränken.

Am Häufigsten ist dies bei der Holzernte der Fall. Hier besteht eine rechtliche Verpflichtung zum Absperren – zum Schutz der Waldbesucher und zum Schutz der Waldarbeiter vor Rechtsfolgen.

WALD_042_Waldsperrung
Dieser Waldweg ist wegen Forstarbeiten gesperrt. Ein Betreten ist verboten!

Die Wegsperrungen werden nach Möglichkeit bereits dort angebracht, wo der Waldbesucher noch rechtzeitig einen Alternativweg oder ein anderes Waldgebiet für seinen Spaziergang wählen kann. Also, auch wenn Sie keine Motorsägen oder Maschinen hören, die Wege sind zu Ihrem Schutz gesperrt – wenn Sie erst im Gefahrenbereich sind, ist es zu spät.

Bei Missachtung der Sperrungen setzen sich die Waldbesucher äußersten Gefahren für Leib und Leben aus. Aber sie behindern auch die Forstarbeiten, weil diese bei einer erkennbaren Gefahr für Dritte, einzustellen sind. Damit verzögern und verteuern sich die Arbeiten erheblich.

Daher der dringliche Apell: Beachten Sie die Absperrungen!

Je weniger die Forstarbeiten gestört werden, umso schneller sind sie beendet und die Wege wieder für die Besucher frei.

Verkehrssicherungspflicht

Jeder Waldeigentümer – und somit auch die Stadt Walldürn – hat dafür Sorge zu tragen, dass von dem an die Straßen angrenzenden Wald keine Gefahr für den Straßen- oder Schienenverkehr ausgeht.

Von daher finden jährliche Kontrollen entlang öffentlicher Straßen und Gleisanlagen statt und werden gefährliche Bäume, also Bäume, die zum Beispiel trockene Kronenäste haben, Faultöpfe, Pilzbefall oder andere Beschädigungen aufweise, entfernt. So wird Unfällen, die unnötiges Leid verursachen, soweit es geht bereits im Vorfeld begegnet.

WALD_041_Verkehrssicherungspflicht
Ein abgestorbener Baum an einer Straße. Stellt er eine Gefahr dar, muss er entfernt werden. Versäumt es der Waldeigentümer diese Maßnahmen durchzuführen und kommt es zu einem Unfall, so haftet der Waldeigentümer für den entstandenen Schaden.

Für Sachschäden kommt eine Versicherung nur dann auf, wenn die notwendigen Maßnahmen nachweislich durchgeführt wurden. Kommt es zu Personenschäden, so ermittelt die Staatsanwaltschaft z.B. wegen Körperverletzung oder im schlimmsten Fall wegen fahrlässiger Tötung gegen den jeweilig zuständigen Förster, der hier persönlich haftet. Hier greift keine Versicherung.

Die gesetzliche Basis zur Verkehrssicherungspflicht findet sich im § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Hier heißt es unter dem Begriff Schadensersatzpflicht:

„Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

Weitere Gesetze, insbesondere das Straßenverkehrsgesetz und das Bundesfernstraßengesetz konkretisieren diese Verpflichtungen. Ferner setzt die Rechtsprechung weitere zu berücksichtigende Normen.


Stadt Walldürn

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