Kontakt & Informationen

Forstbetriebsleitung Walldürn

Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis
Obere Vorstadtstraße 19
74731 Walldürn
Stadtteil: Kernstadt Walldürn
06261 841080
06261 844706
E-Mail senden / anzeigen
Unsere Förster:
Forstbetriebsleiter
Jörg Puchta
Tel: 06261-84-1080

Forstrevier Walldürn-Altheim
Forstamtmann Stefan Michel
Tel: 06283-225407

Forstrevier Walldürn-Höhe
Forstamtmann Thomas Riemer
Tel: 06282-927837

Forstrevier Walldürn-Hornbach
Forstamtmann Ulrich Kipple
Tel: 06281-325945
Holznutzung Holzernte, Waldarbeit & Holzverwendung

Holzernte

Holz wird geerntet, wenn dies aus Gründen der Waldpflege und für die Förderung wertvoller Bäume erforderlich ist und, wenn die Bäume stark und alt genug und damit erntereif sind.
Bei den Pflegeeingriffen werden schlechtwüchsige oder für die weitere Bestandesentwicklung störende oder weniger wertvolle Hölzer entnommen. Die gut veranlagten Bäume erhalten so, für ihre Wurzeln und Baumkronen den nötigen Raum, um sich entfalten und genügend Sonnenlicht, Wasser und Nährelemente aufnehmen zu können.

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Ein angeschlagener Baum wird geerntet. So erhalten die verbleibenden besseren Bäume im Wurzel- und Kronenraum Platz für ihre Entfaltung.

Wie viel Holz dem Wald entnommen werden darf, wird über die Forsteinrichtung, dem Inventur-, Planungs- und Kontrollinstrument der Forstwirtschaft, festgelegt. Die Menge des insgesamt in einem Jahr dem Wald zu entnehmenden Holzes wird Hiebsatz genannt.
Je nach Wuchsdynamik der einzelnen Baumarten ist so ein Pflegeeingriff, der in älteren Beständen Durchforstung genannt wird, etwa alle 10 Jahre notwendig.

Zudem befindet sich der Waldzustand in einer Art Fließgleichgewicht: in dem Maße, wie an einer Stelle die Bäume geerntet werden, bleibt der Wald an anderer Stelle unberührt. Dort können die Bäume in aller Ruhe höher, dicker und wertvoller werden.

Das Gebot der Nachhaltigkeit sowie die zwingende Berücksichtigung der Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes, verhindern eine Übernutzung beziehungsweise erhalten und unterstützen diese wichtigen Aufgaben.
Klar ist aber auch, dass es immer wieder auch Überschneidungs- und Kollisionsbereiche zwischen den unterschiedlichsten Interessen am Wald gibt.
Zwischen diesen zu vermitteln und über Zeitraum und Fläche einen Ausgleich herzustellen ist Aufgabe der Förster und der forstlichen Planungen.

Waldarbeit

Im Walldürner Stadtwald arbeiten derzeit 4 Forstwirte, also 4 forstliche Facharbeiter. Diese Zahl von Waldarbeitern ist für die Größe des Stadtwaldes und die dort anfallenden Arbeiten nicht ausreichend, so dass zusätzlich forstliche Unternehmer beschäftigt werden.

Da die Stadt über keine eigenen Forstmaschinen verfügt, werden insbesondere für die Holzrückearbeiten, also den Transport des geschlagenen Holzes an die Waldstraßen, Fortunternehmer beschäftigt.

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Entasten einer motormanuell gefällten Fichte

In schwächeren Beständen werden zudem sogenannte Vollernter eingesetzt - Maschinen, die mit einem Fällaggregat an ihrem langen Greifarm von der Rückegasse aus den Baum greifen, absägen, gezielt umlegen, entasten und in Stammabschnitte einteilen können.

So groß diese Maschinen auch aussehen, sie arbeiten das Holz pfleglicher auf und transportieren es schonender aus dem Wald als es die konventionellen Verfahren mit motormanueller Fällung und anschließender Schlepperrückung vermögen.

Die Qualität der Waldarbeit, setzt qualifiziertes Personal voraus und so werden im Stadtwald nur Unternehmer eingesetzt, die eine entsprechende Zertifizierung vorweisen können.

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Das Fällaggregat des Vollernters umfasst den Baumstamm, fällt ihn, legt ihn gezielt zwischen die stehenden Bäume. Die Walzen ziehen den Stamm durch die Zangen wodurch die Ästen entfernt werden.

Holzverwendung

Mehr als man gemeinhin annimmt, ist unser tägliches Leben von Holz geprägt. Möbel, Dachstühle, Fenster, Fußböden bestehen aus Holz. Vesperbrettle, Sportgeräte, Werkzeugstiele, Nudelhölzer, Kleiderbügel ebenso. Aber auch die morgendliche Zeitung, Toilettenpapier, Haushaltspapiere, Schreibhefte, Malblöcke, Illustrierte sind Holzprodukte. Etwas exotischer muten dagegen Produkte wie Tapetenkleister, Beton, Kleidung aus Viskose, Tischtennisbälle und Wurstpellen an. Aber auch sie basieren auf dem Rohstoff Holz bzw. beinhalten seine Bestandteile.
Wussten Sie, dass die Holzstäbchen im Stieleis aus Buchenholz aus dem Walldürner Wald hergestellt werden?

Buchenholz für Zellstoffindustrie
Buchenholz für die Zellstoffindustrie – der Pilzbefall stört die Kunden nicht. Das Holz wird chemisch aufgeschlossen, der herausgelöste Zellstoff zu Papiertaschentüchern und Hygienepapieren verarbeitet.


Stadt Walldürn

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