Montereau – Fault – Yonne, Frankreich


Am 21. Juni 1970 unterschrieben Montereau – Fault – Yonne (nähe Paris) und Walldürn die Partnerschaft. Schon fünf Jahre zuvor hatte sich eine Freundschaft zwischen der französischen und deutschen Stadt entwickelt. Den Anstoß dafür gab das Zusammentreffen des Heimkehrerverbandes aus Walldürn mit den Kriegsopferverbänden aus Frankreich in der Stadt Melun. Um die geschlossene Freundschaft zu besiegeln, wurde zu Pfingsten 1970 eine Partnerschaftsurkunde unterzeichnet.

Partnerstadt Montereau

Im Dezember 1986 kam erstmals eine französische Schülergruppe nach Walldürn. Dieser Besuch wurde 1987 von der Walldürner Realschule erwidert. Seit diesem Tag gibt es einen regelmäßigen Schüleraustausch zwischen den Schulen. Des Weiteren finden regelmäßig gemeinsame Jubiläumsfeiern statt und auch ungeplante Besuche zwischen den Familien, Sportlern oder Freunden stehen an der Tagesordnung. Ein weiterer Schritt in diese Richtung legte auch die städtische Musikschule Walldürn, die im jährlichen Wechsel mit der Musikschule aus Montereau einen Musikschüleraustausch organisiert.

Guten Gewissens kann behauptet werden, dass der Zweck des am 21. Juni 1970 unterschriebene Partnerschaftsvertrag sein wesentliches Ziel erreicht hat: Eine freundschaftliche Verbindung zwischen Walldürn und Montereau – Fault – Yonne, also zwischen Deutschland und Frankreich.
 

Aus der Geschichte Montereau – Fault – Yonne

Wo Seine und Yonne zusammenfließen entstand vor langer Zeit aus einer Siedlung die Stadt Montereau – Fault – Yonne, welche nur 73 Km von Paris und 25 Km von Fontaineblau entfernt liegt.Schon in prähistorischen Zeiten war hier eine wichtige Handels- und Durchgangsstelle. Die ehemalige Siedlung diente dabei oft als Etappe während der großen Völkerwanderungen. Auch die Römer wussten diesen Punkt an Frankreichs großen Flüssen Seine und Yonne zu schätzen. Das römische Imperium gab der dortigen Siedlung den Namen Condate, was „Zusammenfluss“ bedeutet.

Jahrhunderte später wurde die Stadt aufgrund der Lage zum Knotenpunkt der 4 großen ehemaligen Provinzen Brie, Champagne, Gâtinais und Bourgogne. Durch das ansässige kleine Kloster (Monasteriolum) wechselte der Namen der Stadt von Condate in Montereau – Fault – Yonne.

Im Jahre 1015 wurde am Treffpunkt beider Flüsse eine Burg errichtet. Dadurch wurde Montereau – Fault – Yonne zu einem strategisch wichtigen Punkt, denn von hier aus konnte der Zugang zu Straßen sowie Wasserwegen überwacht werden. Kurz darauf erhielt die Stadt eine Befestigungsanlage, die aus einer starken und großen Mauer bestand, welche in der Zukunft noch einigen Belagerungen standhalten musste.

Ein weiterer wichtiger Punkt derMontereau_01 Geschichte Montereau – Fault – Yonne ist wohl, dass hier Napoleon 1814 seinen letzten großen Sieg errang. Vom Schloss von Surville aus leitete er die Schlacht gegen die Österreichischen-Württembergischen Truppen. Als Erinnerung wurde ein Reiterstandbild des Kaisers zwischen den beiden Brücken der Seine und Yonne aufgestellt.

Auch der 2. Weltkrieg machte hier im Herzen Frankreichs nicht halt. 23 Fliegerangriffe und Bombardierungen mussten die Einwohner über sich ergehen lassen. Hierfür erhielt die Stadt Montereau – Fault – Yonne im Jahre 1949 das Ehrenkreuz durch Maréchal De Lattre de Tassigny.

Nach dem Krieg folgten der Wiederaufbau der zerstörten Stadtteile sowie deren Modernisierung. Seit dem Krieg ist die Einwohnerzahl von 10.000 auf knapp 20.000 angestiegen.

Stadt Walldürn

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