Aktuelles an der Musikschule Walldürn

90 Minuten sorgten für Begeisterung
Blechbläserquintett überzeugte mit Werken und Bearbeitungen berühmter Künstler


Zu hören waren im Verlauf des eineinhalbstündigen Konzertes sowohl Bearbeitungen berühmter Künstler als auch zeitgenössische Werke. Das Qunitett besteht aus Ralf Richter, Bernd Heß (beide Trompete), Matthias Nonnermacher (Waldhorn), Heidi Fabrig (Posaune) und Jürgen Nunner (Tuba) unter der Leitung von Bernd Heß, dem Leiter der Städtischen Musikschule Walldürn.

Konzert Brass Collection 2016 "Türkischer Marsch" zum Auftakt


Zum Auftakt des ersten Konzertteiles war der "Türkische Marsch" von Wolfgang Amadeus Mozart zu hören. Das Stück wurde 1784 komponiert. Beim nachfolgenden Werk, dem aus drei Sätzen bestehenden "Brass Quintett, op. 65" von Jan Koetsier, handelte es sich um ein Originalwerk der Gruppe. Die Darbietung des Stückes bestach vor allem durch seine fantasievolle und sehr abwechslungsreiche Rhythmik.

Anschließend war die in einem Arrangement von Chris Hazell instrumental dargebotene Humoreske "Nr. 7" von Anton Dvorák zu hören, die neben der "Sinfonie aus der neuen Welt" und den "Slawischen Tänzen" zu den beliebtesten Werken des tschechischen Meisters gehört. Ein warmer lyrischer Klang ist das Markenzeichen von Anton Dvorák - das wurde auch bei der Darbietung der drei Sätze der "Humoresque Nr. 7" durch die "Brass Collection" deutlich. Mit dem vom Ensemble-Mitglied Matthias Nonnenmacher dargebotenen "Säbeltanz" von Aram Katchaturian verabschiedete sich das Quintett in eine kurze Pause.

Zweiter Konzertblock


Mit Auszügen aus der Oper "Porgy and Bess" wurde der zweite Konzertblock eröffnet. In dem Stück von George Gershwin wird das Leben von Afroamerikanern in der Siedlung "Catfish Row" in Charleston um 1870 geschildert. Das bei diesem Konzert zu hörende Potpourri - ein Arrangement von Jack Gale - startete zunächst mit der gleichnamigen Ouvertüre "Catfish Row". Diesem Stück schlossen sich das bekannte Schlaflied "Summertime", sowie "A Woman is a Sometime Thing", "My Man's Gone Now" und schließlich "I Got Plenty O'Nothing" an. Mit dem nächsten musikalischen Vortrag verließ die Gruppe die Szenerie um die Armensiedlungen der Afroamerikaner und ging zeitlich nur wenige Dekaden weiter. Die Zuschauer ließen sich vom Quintett mit "1920 - That Fabulous Year" in die Welt des "großen Gatsby" und somit in das Zeitalter der "Goldenen Zwanziger" entführen.

Auf eine Zeitreise mitgenommen


Paul Nagle nahm die Zuhörer mit seinem Arrangement der Melodien "Avalon", "Whispering", "Look For The Silver Lining" und "Margie" in musikalischer Form mit auf eine Zeitreise voller Dekadenz, Ausschweifungen, Idealismus und sozialer Umbrüche. Mit dem vorletzten Stück landeten die Zuschauer in England, genauer gesagt in einem 500-Einwohner-Nest nördlich von London. Dort ist neben zwei Pubs, zwei Geschäften und einer romanischen Kirche auch der Komponist Chris Hazell zu finden, dessen moderne Musik von der Szenerie englischen Landlebens erzählt. Hazell, geboren 1948, gehört zu den meistbeschäftigten Brass-Komponisten der heutigen Zeit.

Der Engländer komponierte viele Werke für das Philipp-Jones-Brass-Ensemble, darunter auch seine viersätzige "Brass Cats Suite", bei der er sich um die Porträts seiner vier Hauskatzen - Mr. Jums, Black Sam, Borage und Kraken - handelt. Zu hören war bei diesem Konzert der Satz "Kraken", bearbeitet von Hubert Meixner. Zum Abschluss des Konzerts wartete die "Brass Collection" noch mit dem Jazz-Standard "Strike up the Band" von George Gershwin in einem Arrangement von B. Holcombe auf, der 1927 erstmals in einem Musical von George Gershwin in Philadelphia aufgeführt wurde. Neben "The Man I Love" war "Strike up the Band" der bekannteste Titel des Musicals.

"Abschiedspolka" als Zugabe


Mit einem langanhaltenden Schlussapplaus wurden die fünf Ensemblemitglieder schließlich nach deren persönlicher Vorstellung durch Leiter Bernd Heß von der Konzertbühne verabschiedet. Als ganz besonderes Schmankerl bekamen die Konzertbesucher als Zugabe die "Abschiedspolka" von Jaromír Vejvoda in einem Arrangement von Gerald Weinkopf.© Fränkische Nachrichten
^
Redakteur / Urheber

Stadt Walldürn

Folgen Sie uns: