Stadtnachrichten

50. Göiker-Jubiläum


Die Fastnachtsgesellschaft „Höhgöiker“ Glashofen hat sich in fünf Jahrzehnten zu einer beständigen Größe auf der Walldürner Höhe und darüber hinaus entwickelt. 50 Jahre Fastnachtsgeschichte in Glashofen ließen die „Höhgöiker“ am Samstagabend im Rahmen einer Jubiläumsfeier Revue passieren. Schon zur Begrüßung in der Sporthalle wurden die Gäste mit einer riesigen Bilderwand empfangen, auf der Motive von vielen Veranstaltungen von 1969 bis heute zu sehen waren.

Vorsitzender Florian Beuchert und Sitzungspräsident hießen die Gäste im Saal auf närrische Art und Weise willkommen. Bevor die Redner ans Mikrofon traten, um der FG zu gratulieren, brachten 72 derzeit aktiven Tänzer den „Göikertanz“ auf die Bühne. Die erste Ansprache hielt stellvertretend für alle Ortvorsteher der Walldürner Höhe Ute Peper (Gottersdorf). Wohlwissend, dass die „Höhgöiker“ keine Nachwuchssorgen haben, brachte sie dennoch 50 Wärmeflaschen als Geschenk mit, damit sich die FG ihre Aktiven warm halten kann. Auch Bürgermeister Markus Günther gratulierte zum 50- jährigen Bestehen. Er dankte dem Verein für das große Engagement zum Erhalt und zur Weitergabe der Brauchtumspflege. „Um diese schöne Tradition auch für die zukünftigen Generationen zu erhalten, braucht es viele Mitmenschen mit Idealismus und Schaffensfreude, die wir bei den Höhgöikern finden“, sagte Günther. Mit 50 Jahren sei die FG vergleichsweise junger Verein. Dies zeige sich auch im Durchschnittsalter der verantwortlichen in Vorstand und Elferrat.

Der Bürgermeister beglückwünschte die „Höhgöiker“ nicht nur zu ihrem Jubiläum, sondern auch zu der gesunden Mischung der ehrenamtlich Engagierten. „Diese Mischung ist das erfolgreiche Ergebnis einer hervorragenden Jugendarbeit, die den Verein schon lange auszeichnet“, lobte Günther.

Gemeinsam lachen und fröhlich sein, Grenzen aufheben und bei dieser Geselligkeit näher rücken, das sei seit 50 Jahren das Ziel der „Höhgöiker“. Bei alledem sei die FG mit einer Vielzahl an Auftritten und Aktivitäten während und außerhalb der fünften Jahreszeit ein aktiver Bestandteil des Walldürner Vereinslebens. Selbst im befreundeten Ausland in der Walldürner Partnerstadt Szentgotthardt seien die Mitglieder der FG „ein toller Botschafter unserer Stadt“ gewesen.
Lachen ist Lebenselixier

„Humor ist der Schwimmgürtel auf dem Strome des Lebens“, zitierte Günther mit Wilhelm Busch einen der größten Humoristen. „Mit Humor bleiben wir oben. Wenn wir lachen können, halten wir uns über Wasser. Lachen ist ein Lebenselixier. Mit Humor sind wir unschlagbar“, so der Rathauschef. Der Ernst des Lebens komme ganz von allein. „Deshalb ist es an uns, dafür zu sorgen, dem Leben die heiteren Seiten abzugewinnen. Machen wir uns also stark für ein bisschen Spaß.“ Für den Verlauf der Jubiläumskampagne wünschte er den „Höhgöikern“ schließlich gutes Gelingen und einen närrischen Verlauf.

Nach einem Grußwort des Landtagsabgeordneten Georg Nelius wirbelte Tanzmariechen Mia Riehl flink und grazil zugleich über die Bretter, die bei den „Höhgöikern“ die Welt bedeuten. Wie es bei der FG üblich ist, gab es für das Tanzmariechen viel Applaus, Raketen und Zugaberufe aus dem Publikum.

Nach einer weiteren musikalischen Einlage – dafür sorgte den ganzen Abend die LTB Showtechnik aus Bürgstadt – überbrachten Diakon Hans Miko Grüsse, Pius Rusnak im Namen der Vereine und Stefan Schulz, Präsident des Narrenrings Main-Neckar, weitere Glückwünsche. Schulz überreichte eine Urkunde zum 50-jährigen Bestehen der FG „Höhgöiker“ und nahm gemeinsam mit Peter Weinlein, Thomas Gadet und Thomas Schmelcher Ehrungen des Narrenrings vor.

Als letzter Redner des Abends ließ es sich Landrat Dr. Achim Brötel nicht nehmen, den „Höhgöikern“ die Glückwünsche des Landkreises zu übermitteln. Sitzungspräsident Schmitt und Schatzmeisterin Anette Gehrig überreichten ihm anschließend einen Bildband des diesjährigen Ausflugs nach Ungarn, an dem auch der Landrat teilgenommen hatte. Das Schlusswort der Jubiläumsfeier hatten dann Sitzungspräsident Schmitt, der den Abend moderiert und zwischen den Rednern die Geschichte des Vereins erzählte hatte, und Vorsitzender Florian Beuchert, der ankündigte, dass die Geldpräsente des Abends bei der Prunksitzung Ende Februar an das Odenwald Hospiz Walldürn übergeben werden.
^
Redakteur / Urheber

Stadt Walldürn

Folgen Sie uns: