Stadtnachrichten

Symbolische Freischaltung für schnelles Internet
Ausbaugebiet 6 Walldürn, Hardheim und Höpfingen


 Auftakt mit dem symbolischen Knopfdruck im Rathaus: Die neuen Internetanschlüsse für Walldürn, Höpfingen und Hardheim stehen bereit. 8500 Haushalte profitieren vom schnellen Internet.

Damit ist jetzt auch das Ausbaugebiet 6 bei der großen Breitbandinitiative des Landkreises am Netz. Zu dem erfreulichen Anlass begrüßte Bürgermeister Markus Günther im Bürgersaal des altehrwürdigen Gebäudes zahlreiche Vertreter aus der Politik, von Firmen und Behörden.

"Wo andere noch Jammern und Wehklagen über den digitalen Rückstand Deutschlands, haben die Gemeinden des Neckar-Odenwald-Kreises auf Initiative unseres Landrates Dr. Achim Brötel das ,Glück selbst in die Hand genommen'", sagte der Bürgermeister." Das sei eine einzigartige Gemeinschaftsleistung mit dem richtigen Partner, nämlich der Telekom. "Jetzt haben wir es geschafft! Wir sind dran am ,schnellen Internet' und damit für die Zukunft außergewöhnlich gut aufgestellt."

Er wolle aber nicht verhehlen, dass diese Gemeinschaftsleistung für die Gemeinden zusätzlich mit einem nicht unerheblichen finanziellen Kraftakt zu stemmen war. "Alleine für die Stadt Walldürn ist das ohne Beteiligung über die Kreisumlage ein Betrag von rund 540 000 Euro. Aber das ist es uns wert."

"Schnelles Internet unerlässlich"

Schnelles Internet sei fast unerlässlich für unsere Weltunternehmen, aber auch für kleine Handwerker, Dienstleister oder für unsere Schüler. Nichts gehe mehr ohne Internet. Ob Datenaustausch selbstfahrender Kraftfahrzeuge, Robotersteuerung, Informationsaustausch im medizinischen Wesen bis zur schnellen Anforderung von Waren im Fachhandel. Der Bürgermeister dankte, wie nach ihm auch der Landrat, allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.

Landrat Dr. Achim Brötel war die Freude über den Anlass ebenfalls anzumerken. Man sei in Sachen schnelles Internet schnell und erfolgreich unterwegs. "Allerdings treibt uns auch der klare Wille, zum 31. Dezember 2017 als allererster Kreis in ganz Baden-Württemberg flächendeckend schnelles Internet für fast alle bieten zu können." Dieses Ziel erreiche man durch eine sehr stringente Planung und deren ganz konsequente Umsetzung, sagte Dr. Brötel weiter. Dazu gehöre auch ein starker Partner, der gemeinsam mit dem Kreis den kooperativen Vollausbau realisiert, und das sei Deutsche Telekom", so der Landrat weiter. Er hob die "wirklich hervorragende Zusammenarbeit, die uns verbindet" hervor, die "zweifelsohne ein maßgeblicher Garant für den Erfolg unseres ja schon durchaus sehr ambitionierten Projekts ist".

Bei aller Freude über den Fortgang des laufenden Projekts, gebe es sicher keinen Grund, sich auszuruhen. Die Entwicklung werde in rasanter Geschwindigkeit weitergehen. "Unser nächstes Ziel muss es deshalb sein, die Bandbreiten zunächst mit der vorhandenen Infrastruktur kontinuierlich weiter zu erhöhen, aus 100 MBit müssen so schon in nächster Zukunft 250 MBit und mehr werden. Zweitens muss die Glasfaser, wo immer das möglich ist, aber auch noch näher an den privaten oder gewerblichen Endkunden heran und drittens müssen wir die Mobilfunkabdeckung im gesamten Kreisgebiet deutlich verbessern."

In Sachen Mobilfunk stehe man bereits in sehr engen Kontakt mit dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration. "In der jüngst beschlossenen Digitalisierungsstrategie der Landesregierung sind explizit mehrere Modellregionen für den Mobilfunkausbau vorgesehen. Und wir haben das erklärte Ziel, mit dem Neckar-Odenwald-Kreis eine solche Modellregion zu werden", warf der Landrat einen Blick in die Zukunft.

Wer an der Digitalisierung teilhaben will, brauche zwingend - stationär wie mobil - eine entsprechende Infrastruktur. "Der Neckar-Odenwald-Kreis ist deshalb gerade mit Hochdruck dabei, diese Infrastruktur zu schaffen. Unser Ziel ist klar definiert: Wir wollen möglichst vielen Menschen und Unternehmen in möglichst kurzer Zeit einen möglichst schnellen Internetanschluss verschaffen. Also flächendeckendes schnelles Internet für alle", sagte Dr. Brötel. Mit dem am Montag frei geschalteten Ausbaugebiet 6 sind damit 80 Prozent aller 65 000 Anschlüsse kreisweit am Hochleistungsnetz.

In den drei Kommunen des Ausbaugebietes 6 wurden über 43 Kilometer zusätzliche Glasfaserstrecken verlegt, dazu kommen noch 69 Straßenverteiler , das sind die "eigentlichen Tore zur Breitbandwelt", in Walldürn 40, in Höpfingen zwölf und in Hardheim 17.

Als "ganz besonderen Höhepunkt" bezeichnete der Landrat die Entscheidung der Telekom, "den Kleinststadtteil Kaltenbrunn entgegen der eigentlichen Planung letztlich doch noch in das Ausbauprojekt mit aufzunehmen und auf eigene Kosten mit Glasfaser anzufahren." Dies sei das Ergebnis einer funktionierenden Gemeinschaft und eines erfolgreichen Gemeinschaftsprojektes.

"Vula" erhöht Bandbreite

Vertraglich garantiert sind Bandbreiten von mindestens 30 MBit. Tatsächlich bekomme die ganz überwiegende Mehrzahl der Anschlüsse schon jetzt 50 MBit und voraussichtlich in Kürze mittels Vectoring sogar 80 bis 100 MBit. Grundlage dafür sei ein Produkt für den "lokalen ungebündelten virtuellen Zugang", "Vula" genannt. Die EU-Kommission habe Mitte August 2017 drei Vula-Produkte genehmigt, darunter auch das der Telekom. Vectoring darf deshalb jetzt nicht nur in eigenwirtschaftlich investierten und betriebenen Netzen wie bisher schon, sondern nun auch in geförderten Ausbaubereichen wie im Kreis eingesetzt werden. Damit bekomme man noch einmal eine Verdoppelung der ohnehin schon hohen Bandbreiten im Kreis.

Martin Stiebitz, Projektleiter für den Breitbandausbau der Landkreise in der Telekom Technikniederlassung Südwest nannte die Zusammenarbeit von Firmen, Kreis und Kommunen bei dem Projekt beispielhaft. "Diese gute Zusammenarbeit war der Schlüssel zum Erfolg. Als Kooperationspartner haben wir die Kooperation auch gelebt."



Informationen zum schnellen Internet


Der symbolische Spatenstich für das Ausbaugebiet 6 war am 12. April in Höpfingen. Die symbolische Freischaltung des Netzes im Ausbaugebiet 6 im Walldürner Rathaus am 11. September.

Die neuen schnellen Internetanschlüsse stehen in Walldürn, Höpfingen und Hardheim zur Verfügung.

Für rund 5500 Haushalte ab sofort, weitere 3000 in Walldürn folgen sukzessive in den kommenden Wochen. Ursächlich hierfür sind Probleme bei der Hardware-Beschaffung.

Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich ist.

Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde, beim Hochladen auf bis zu 40 Megabit pro Sekunde.

Weitere Informationen unter www.breitband-nok.de oder www.telekom.de/schneller im Internet.


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Redakteur / Urheber

Stadt Walldürn

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