Stadtnachrichten

Jahresrückblick des Bürgermeisters


Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,
liebe Frau Ortsvorsteherin, liebe Ortsvorsteher,
liebe Abteilungsleiter der städt. Verwaltung,
sehr geehrte Vertreter der örtlichen Presse,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
 
die Tage des Kalenders 2016 sind gezählt.
 
Jahresrückblick 2016 Zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel grüße ich Sie alle. Ich wünsche Ihnen friedvolle, gesegnete und auch erholsame Feiertage und für das Jahr 2017 Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit.
 
Die frohe Botschaft von der Menschwerdung Christi fordert uns auf, mit Zuversicht und Hoffnung offen aufeinander zuzugehen und den Nächsten mit seinen Stärken und Schwächen anzunehmen.
 
Wir sind eine von den christlichen, abendländischen Werten geprägte Gesellschaft. Darauf sollten wir stolz sein und diese Werte in unserem täglichen Leben aktiv vertreten und verteidigen. Die Werte der „Bergpredigt“ aus der Bibel sind herausragend aus allen Botschaften anderer Religionen und Religionsgemeinschaften. Darauf – auf die Nächstenliebe – kommt es an und muss unser tägliches Handeln und Wirken bestimmen.
 
Helfen statt Hindern soll unsere Zielrichtung sein. Auch zu danken und nicht nur zu fordern, könnte ein Orientierungspunkt für unser Verhalten werden.
 
Weihnachten ist nicht nur eine besinnliche Zeit, in der wir über die Geschichte nachdenken, sondern auch über all die Menschen, die uns besonders nahe standen, oder von denen wir etwas lernen konnten. An Weihnachten einfach mal all jenen Danke sagen, die uns begleitet und unterstützt haben, ist ein besonderes Weihnachtsgeschenk.
 
Es entspricht alter Gewohnheit, sich am Ende eines Jahres auf die zurückliegende Zeit zu besinnen.
 
Soll und Haben werden gemessen, Rückschau ist fällig auf das, was angestrebt und erreicht wurde oder versagt blieb.
 
Im kommunalpolitischen Bereich können wir mit dem Erreichten sehr zufrieden sein. Dankbar dürfen wir feststellen, daß die Bemühungen und der Einsatz zum Wohle unseres Gemeinwesens und seiner Bevölkerung von Erfolg gekrönt waren.
 
Wichtige Maßnahmen konnten vorangetrieben oder vollendet werden. Wenn wir auch für unseren privaten Bereich eine ähnlich positive Bilanz ziehen können - ich wünsche Ihnen das sehr - dann sollten wir in den nächsten Tagen aber gerade die nicht vergessen, die wenig oder gar keinen Grund zur Freude haben, etwa weil sie krank oder einsam, in Trauer oder in einer besonderen Notlage sind.
 
Sehr herzlich danke ich allen, die sich in diesem Jahr für die stete Fortentwicklung tatkräftig eingesetzt und um das allgemeine Wohl bemüht haben, sei es im Gemeinderat, in der Wirtschaft, in den Hilfsorganisationen, den Kirchen und caritativ – diakonischen Verbänden und Einrichtungen, in den zahlreichen Vereinen, Institutionen und Behörden.
 
Wir leben in einer Zeit, in der es darauf ankommt, näher zusammen zu rücken und mehr Solidarität zu üben. Jeder muss sich auf sein Leistungsvermögen und auf seine Verantwortung für sich, für andere und für das Ganze besinnen.
 
Der Flüchtlingsstrom ist derzeit etwas abgeebbt. Nun gilt es gerade für uns kommunalen Träger die Menschen, die bei uns bleiben dürfen, zu integrieren und sie von unserer demokratischen und auf Solidarität und Leistung aufgebauten Gesellschaft zu begeistern.
 
Dies ist eine Herculesaufgabe und gerade in Anbetracht der Sprachschwierigkeiten von Flüchtlingen und der sehr unterschiedlichen kulturellen und Bildungsdifferenzierung äußerst schwierig anzupacken.
 
Um die Probleme lösen zu können, die auch im neuen Jahr auf uns zukommen werden, brauchen wir alle dazu den guten Willen und viel ehrenamtliches Engagement.
 
Einige Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Stadt haben viel erreicht in diesem Jahr, haben eine Existenz gegründet oder eine Auszeichnung errungen. Andere hingegen hatten Schweres zu ertragen. Auch die Bilanz von Walldürn hat Positives wie Negatives zu verbuchen, kann sich aber auch sehen lassen. Wir haben gemeinsam einiges erreicht in diesem Jahr, wenn auch nicht alles, was wir uns vorgenommen hatten.
 
Einige Anlässe und Ereignisse im abgelaufenen Jahr:
 
14.02. - 40-jähriges Jubiläum Stadtbibliothek
 
15.04. - Eröffnung der Messe „Trend und Technik“
 
16.04. - 50 Jahre Katholische Frauengemeinschaft
 
22.04. - 150-jähriges Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Walldürn
 
19.05. - Buchpräsentation „Eine Wallfahrt nach Walldürn
 
25.06. - Einweihung Weiherstraße, OT Gottersdorf
 
24.06. - Altarweihe Kirche OT Wettersdorf
 
02.09. - Richtfest der neuen Produktionshalle der Fa.P&G, Werk Braun Walldürn
 
12.09. - Spatenstich Katholische Verrechnungsstelle
 
14.10. - Einweihung des Schulhofes der Grundschule
 
19.11. - 66 Jahre Faschenaachtsgesellschaft FG Fideler Aff
 
25.11. - Spatenstich des Anbaus Kindergarten St.
 
07.12. - Feierliches Gelöbnis und Verabschiedungsappell auf dem Wallfahrtsplatz
 
Wir sind finanziell schon lange nicht auf Rosen gebettet. Trotz erheblichem Schuldenabbaus ist die Finanzlage Walldürns weiterhin äußerst angespannt.
 
Trotzdem haben wir mehrere Millionen Euro an Investitionen auch 2016 umgesetzt, oder ins Laufen gebracht und vorbereitet.
 
Lassen Sie mich einige wichtige Maßnahmen aufzeigen:
  • Fertigstellung vom RÜB 12 mit Anschlusskanal Wettersdorfer Straße in Walldürn
  • Fertigstellung Kanal- und Straßensanierung „Im Barnholz“, Walldürn
  • Neubau des Löschwasserbehälters Lindig in Walldürn
  • Kanalsanierung in der Miltenberger Straße in Walldürn
  • Umfangreiche Leitungssanierungen (Heizung und Wasserleitungen) im Bildungszentrum Auerberg, Walldürn
  • Fertigstellung Verlegung Brügelgraben in Altheim
  • Aufbringen einer Fahrbahndecke im Neubaugebiet Gütleinsacker an der Kornblumen- und Geranienstraße in Altheim
  • Erstellung einer Fremdwasserstudie in Altheim
  • Fertigstellung der Flurbereinigung Gottersdorf / Reinhardsachsen
  • Ausbau der Geisbergstraße in Wettersdorf im Rahmen der Flurbereinigung
  • Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten an der Kläranlage in Gerolzahn
  • energetische Sanierung des Kindergartens in Glashofen
  • Fertigstellung der Erweiterung der Erschließung im VIP III Gebiet für die Ansiedlung der Firma ZG-Raiffeisen
  • Neubau des Löschwasserbehälters VIP III
  • Erschließung von Baugelände im Lindig sowie im Ortsteil Altheim mit Baugebiet Gütleinsäcker
  • Vollzug von Brandschutzauflagen im Auerbergschulzentrum sowie in anderen Liegenschaften
  • Bau eines Feuerlöschbehälters im Lindig
  • Beseitigung von Unwetterschäden, vor allem an Feldwegen
  • Restausbau Verbindungsstraße Hornbach/Kleinhornbach in der Hambrunner Straße
  • Ersatzbeschaffung von Sportgeräten für Schul- und Vereinssport in den Sportstätten
  • Einbau eines Personenaufzuges im Auerbergschulzentrum
  • Restaurierung des Römerbades
  • Planung des Umbaus und Neugestaltung der Unteren Vorstadtstraße
  • Kindgerechte Umgestaltung des Schulhofes in der Grundschule
  • Neuerrichtung eines Buswartehäuschens in der Buchener Straße
  • Generalsanierung der Gehwege in der Dr.-Trautmann-Straße
  • Einrichtung von Grabfeldern für Urnengräber in Walldürn und den Ortsteilen
  • Neugestaltung Ehrenmal Friedhof Walldürn
Aber auch viele kleinere Sachen wurden umgesetzt. Ich will nur einige kurze Stichworte dazu geben. So wurde im Freibad und im Hallenbad eine neue Toilettenanlage eingebaut, der Boden der städtischen Sauna erneuert oder in der Innenstadt für Touristen informative Glasstelen an den historisch herausragenden Gebäuden errichtet. Durch diese kleinen Dinge wurde die Lebensqualität unserer Bürger und Gäste weiter gesteigert.
 
Weiterhin konnten wir wichtige Projekte verwirklichen bzw. in Gang setzen, die den Standort stärken und die den Bürgerinnen und Bürgern mehr Lebensqualität bringen. Exemplarisch möchte ich hier nur die Erweiterung von Erschließungsgebieten für Industrie und Eigenheim Ansiedlung oder die umfangreichen Kanal- und Straßensanierungen herausgreifen.
 
Obwohl sich in den letzten Jahren trotz Schuldenabbau von über 4 MIO Euro viel bewegt hat, denken wir imGemeinderat und der Stadtverwaltung unermüdlich nach, was lässt sich noch in Walldürn weiter gestalten. Ich möchte zum Abschluss meiner kleinen Bilanz daher einige Fragen aufwerfen, die uns in den nächsten Jahren gerade finanziell bewegen werden:
  • Schaffen wir es, unsere jungen Familien im ländlichen Raum zu halten?
  • Können wir die ärztliche Versorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger langfristig sichern und stärken?
  • Wie können wir unseren Vereinen und Schulen Übungsmöglichkeiten in der Turnhalle Keimstraße und der Nibelungenhalle in den nächsten Jahren gewährleisten?
  • Führt unsere Planung der Unteren Vorstadtstraße zu einem neuen ästhetischen Aushängeschild für die Besucher Walldürns?
  • Wie können wir die Areale Bettendorfring oder die Industriebrache Bolsius neu beleben?
  • Wie können wir die Wirtschaft auch auf den Ortsteilen unterstützen und hilft uns die Konversion dabei?
Das sind alles Fragen, die in Walldürn unser nächstes Jahrzehnt prägen werden. In einem Großteil dieser Themen sind schon vielversprechende neue Ansätze vorhanden. Nutzen wir die darin innewohnenden Chancen und verkämpfen wir uns nicht in formalistische Themen, die uns nichts bringen.
 
Der chinesische Philosoph Konfuzius hat schon 500 Jahre vor Christus seinen Schülern gelehrt: „In allen Dingen hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab“. In dieser Phase befinden wir uns derzeit.
Walldürn war, ist und bleibt trotz allen Sparzwängen eine Stadt, die keinen Vergleich scheuen muss. Eine Stadt, in der es weiter vorwärts geht. Eine Stadt, in der sich Firmen ansiedeln, weil sie vom Standort überzeugt sind. Und nicht zuletzt eine Stadt, bei der auch in den nächsten Jahren Investitionen anstehen, um die Infrastruktur auszubauen und sie unter anderem als Wohnstandort noch attraktiver zu machen.
 
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
 
ein Wort des Dankes darf ich aussprechen den Verantwortlichen in Industrie, den Geschäftsleuten, all unseren Verbänden und Institutionen, unseren Schulen, Kirchen, der Bundeswehr, den in der Stadt angesiedelten Landes- und Bundesbehörden, unseren Ortschaftsverwaltungen und Ortschaftsräten, der städtischen Verwaltung, unserem Bauhof, Forst, Stadtwerke und Geriatriezentrum, aber nicht zuletzt besonderen Dank dem Gemeinderat und den Ortsvorstehern für das Zusammenwirken zum Wohle unserer gesamten Bevölkerung.
 
Danken möchte ich auch allen Menschen, die an den Feiertagen arbeiten uns selbst am Heiligen Abend für alle anderen den Betrieb aufrechterhalten. Den Busfahrern und Feuerwehrleuten, den Ärzten und Pflegekräften, unseren Männern vom Bauhof und den Stadtwerken. Und allen Menschen, die sich gerade an Weihnachten um andere, um Bedürftige oder Alleinstehende kümmern.
 
Ein ganz dickes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle aber auch den vielen ehrenamtlich Aktiven in unserer Stadt für ihr bemerkenswertes und nicht selbstverständliches Engagement aussprechen. Danke! Sie sind es, die unsere Gemeinschaft voranbringen. Unsere Vereine sind dafür ein besonderes Beispiel: Durch das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder dienen sie nicht nur dem Vereinszweck, sondern die Vereine bringen sich aktiv und nachhaltig in das Gemeindeleben mit ein! Doch auch außerhalb von Vereinsstrukturen lässt sich viel bewegen: So sind es oftmals die vielen kleinen unerwähnten und nicht immer sichtbaren nachbarschaftlichen Hilfen und Beziehungen, die das Miteinander, das Leben bei uns so lebenswert machen.
 
Enden möchte ich meinen Dank abschließend mit einem Zitat des bekannten Physikers und Schriftstellers Georg Christoph Lichtenberg aus seinen Aphorismen aus dem 18. Jahrhundert: „Die Neigung der Menschen, kleine Dinge für wichtig zu halten, hat sehr viel Großes hervorgebracht“.
 
Ich wünsche Ihnen allen für das neue Jahr Gesundheit, Glück und Erfolg sowie die Erfüllung Ihrer Wünsche. Den Trauernden in unserer Stadt wünsche ich viel Kraft, um nach vorne zu schauen, allen Kranken wünsche ich baldige Genesung, den Kindern unserer Stadt wünsche ich frohe Stunden, viel Spaß in der Schule und nicht zuletzt auch Freiraum für das nach Schulschluss! Uns allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit! Frohe Weihnachten – kommen Sie gut ins Jahr 2017.
 
Ich danke Ihnen!
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Redakteur / Urheber
Stadt Walldürn - Internetredaktion - tewo

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