Stadtnachrichten

Amtseinführung Bürgermeister
Zweite Amtsperiode für Markus Günther


Im Rahmen einer Sitzung des Gemeinderats wurde Markus Günther, der im Juli 2015 im ersten Wahlgang für seine zweite Amtsperiode wiedergewählt wurde, verpflichtet.

Zahlreich waren politische und kirchliche Vertreter sowie Personen aus Vereinen und Verbänden erschienen, um diesem Anlass beizuwohnen. Auch viele Bürgerinnen und Bürger waren in die Walldürner Nibelungenhalle gekommen.

Bei musikalischer Umrahmung der Veranstaltung durch die Odenwälder Trachtenkapelle wurde Markus Günther durch den ersten Bürgermeisterstellvertreter Theo Staudenmaier für die nächsten acht Jahre als Bürgermeister Walldürns verpflichtet.

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Auszüge aus der Rede von Bürgermeister Markus Günther:

„Aller Anfang ist heiter,
die Schwelle ist der Platz der Erwartung.“
 
Mit diesem erwartungsvollen Goethewort möchte ich Sie herzlich zur heutigen Gemeinderatssitzung willkommen heißen, auf der ich mein Amt als Bürgermeister erneut antreten darf.
 
Meine Damen und Herren, ich freue mich auf meine neue Amtszeit. Ich freue mich darauf, zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern, mit Ihnen sehr geehrter Gemeinderat, sowie unserer Verwaltung erneut die Geschicke unserer Stadt zu lenken.
 
Wenn ich den heutigen Tag mit dem vor 8 Jahren vergleiche, dann wird mir deutlich, dass eine erste Wahl ein Vertrauensvorschuss der Bürger ist, während die Wiederwahl einer bestandenen Prüfung gleich kommt.
 
Diese Prüfung dauert nicht nur die wenigen Wochen vor der Wahl, sondern erstreckt sich auf die zurückliegenden 8 Jahre meiner Amtszeit.
 
Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger haben die Arbeit dieser Stadtverwaltung und meinen Beitrag hierzu am Wahltag einer kritischen Würdigung unterzogen.
 
Mit Ihrer Stimme, mit meiner Wiederwahl, haben Sie nicht nur die Arbeit der vergangenen 8 Jahre anerkannt, sondern mir gleichzeitig den Auftrag gegeben, weiterhin für Sie zu arbeiten. Hierzu darf ich Ihnen von Herzen danken.
 
Die zurückliegenden 8 Jahre sind wie im Fluge vergangen. Der Start damals war ein Schritt in einen auch für mich ungewissen Neubeginn. Wir haben gemeinsam vieles erreicht, was wir nicht erwarten durften. Heute kann ich und will ich meine begonnene, erfolgreiche Arbeit fortsetzen.
 
Eine Arbeit, die mir viel Freude und Befriedigung verschafft. Für die Menschen in unserer Stadt zu wirken, ihnen zu helfen, die Stadt mit ihren vielen Einrichtungen auf- und weiter zu bauen, ist eine erfüllende Aufgabe.
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Bei meiner ersten Amtseinführung hatte ich Ihnen erklärt, wie ich mein Amt verstehe. Nämlich als „Primus inter Pares“ und als Ideengeber. So habe ich es gehalten und ich bin damit gut gefahren. Die Stadt Walldürn und ihre Ortsteile sind damit gut gefahren. Es hat sich etwas entwickelt.
 
Ich bin dankbar dafür, dass dieses gute Verhältnis von Verständnis und Vertrauen, Fairness und Redlichkeit bestimmt war.
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Aber die derzeitige Situation entbindet uns nicht, unsere eigenen Planungen zu entwickeln und weiterzuführen. Und da will ich die Zukunft nur kurz aus der kommunalpolitischen Sicht grob umreißen.
 
Unsere Infrastruktur, und dazu zähle ich genauso die Straßen wie die öffentlichen Gebäude, haben jahrelang gelitten. Alleine unser Straßeninstandsetzungsprogramm in der Kernstadt umfasst schon 5,6 MIO Euro. Unsere Vereine und die Schulen brauchen funktionierende Hallen, bei denen es nicht hereinregnet und die unseren in Vereinen sehr aktiven Bürger eine Heimstatt für ihre sportlichen, musischen aber auch gesellschaftlichen Aktivitäten bieten. Ein finanzieller Kraftakt in den nächsten Jahren, aber ohne von dem schon eingeschlagenen Kurs der Konsolidierung unserer Finanzen langfristig abzugehen.
 
Dies alles natürlich zusätzlich im Kontext nicht nur der Bewahrung der Attraktivität unserer Innenstadt, sondern in der Steigerung dieser. Wir haben in den letzten Jahren viel für die Steigerung unseres touristischen Mehrwertes getan, viel für die Steigerung der Lebensqualität unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Jetzt heißt es, dies noch weiter auszubauen. Dazu benötigen wir sicherlich weiterer Expertise auf dem Verkehrssektor, wir brauchen wieder einen Gesamtplan wie wir gewährleisten, dass jeder Bürger, jeder Gast möglichst stressfrei und ohne Verwirrung zu dem Punkt in der Innenstadt kommt, den er auch erreichen will. Und dazu  müssen wir unseren Generalverkehrsplan von 1991 mal ehrlich evaluieren und eruieren, wie jetzt die Verkehrsströme laufen und wo wir sie hinhaben wollen. Dazu ist aber auch jeder einzelne Bürger gefragt. Wir  müssen dies mit den Bürgern anhand des Stadtentwicklungskonzeptes breit, aber zielorientiert diskutieren.
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Meine Wiederwahl verstehe ich deshalb nicht als Ruhekissen, sondern als erneute Herausforderung. Sie ist nicht nur eine Vertragsverlängerung, nicht nur eine bloße Bestätigung getaner Arbeit, sondern sie ist ein von Grund auf neuer Auftrag.
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Lassen Sie mich schließen mit einem der geflügelten Worte unseres großen Sprachphilosophen, dem von mir so verehrten Manfred Rommel: „Die wichtigste Erhebung in unserem Land ist schon immer die Erhebung von Bedenken gewesen. Doch die Summe aller Bedenken heißt Stillstand!“
 
Stillstand wollen wir nicht haben! Deshalb Glück auf für eine erfolgreiche Zukunft Walldürns!
 
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Redakteur / Urheber

Stadt Walldürn

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