Zwei Jungen auf einer Rutsche

500 Jahre Bauernkrieg 

– Walldürn erinnert an eine bewegte Vergangenheit

Vor 500 Jahren erschütterte der Bauernkrieg weite Teile Süddeutschlands. Die Aufständischen forderten Freiheit von feudalen Lasten und eine gerechtere Gesellschaft, doch ihr Kampf endete in blutiger Niederschlagung. Auch in unserer Region hinterließ der Konflikt deutliche Spuren – auch in Walldürn.

Zum Zeitpunkt des Aufstands war Walldürn Teil des Neun-Städte-Verbunds des Mainzer Oberstifts und genoss besondere Rechte und Privilegien. Doch als am 29. April 1525 der „Helle Haufen“, ein Zusammenschluss rebellierender Bauern, durch die Stadt zog, hatte dies schwerwiegende Folgen. Berichte sprechen von Plünderungen in der Kellerei und der Kirche. Da sich Walldürn und seine Verbundspartner nicht gegen das Bauernheer stellten, wurden der Stadt nach der Niederschlagung des Aufstands ihre Rechte aberkannt, und der Städtebund musste sich auflösen. Die Leibeigenschaft wurde erst 1667 aufgehoben.

500 Jahre später erinnert Walldürn zusammen mit Amorbach, Buchen und Miltenberg mit einem vielseitigen Programm an diese historischen Ereignisse. Vorträge, geführte Wanderungen und szenische Darstellungen lassen die Geschichte lebendig werden. Am 24. Mai 2025 findet in Walldürn die Veranstaltung „Dürn im Bauernkrieg – Der Nachtwächter erinnert sich“ statt, die die dramatischen Geschehnisse aus einer besonderen Perspektive beleuchtet.

Ein ausführlicher Veranstaltungsflyer gibt es hier.