Gerolzahn

Das Dorf im östlichen Odenwald wurde im Jahre 1395 erstmals urkundlich erwähnt, damals lautet der Ortsname „Gerolezahn“. Ein gewisser Gerold soll der Gründer des Ortes gewesen sein. Er umgab – nach der Überlieferung – als er sich dort niedergelassen hatte, sein Anwesen mit einem Hain. Aus dem „Hain des Gerold“ wurde dann „Gerolzhain“ und daraus entstand dann im Laufe der Jahrhunderte Gerolzahn.
Hauptberufliche Landwirte geben Gerolzahn noch heute seinen bäuerlichen Charakter.

Bis 1590 gehörte der Ort zum Besitz der Herren von Dürn, dann den Herren von Gaisberg, die Gerolzahn 1677 an das Hochstift von Würzburg verkauften.

Gerolzahn_KircheIn dieser Zeit fällt auch die erste urkundliche Erwähnung eines Schlosses, nämlich 1553 als „Hof von Gerolzahn“, dessen Auflösung sich ab 1677 langsam vollzog. Die Größe des Anwesens muss in seiner Blütezeit bedeutend gewesen sein und dürfte nahezu die Hälfte der heutigen landwirtschaftlichen Betriebe umfasst haben. Heute findet man nichts mehr von dem Gebäude , lediglich eine Wendeltreppe und die Jahreszahl 1575 am Kellereingang eines Bauernhauses deuten auf die Existenz dieses Schlosses hin.

1803 fiel Gerolzahn an das Fürstentum Leiningen und 1806 an das neu gegründete Großherzogtum Baden. 1807 wurde es dem damaligGerolzahnen Bezirksamt Walldürn im Main- und Tauberkreis zugeordnet.

Von 1935-45 war Gerolzahn nach Glashofen eingemeindet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Gerolzahn eine Kläranlage gebaut, ein neues Rathaus errichtet und die Schule umgebaut.


Der früher bäuerliche Ort hat sich gewandelt. Ein Keramik-Atelier mit Ausstellung und Verkauf sowie der Hofladen „Odenwälder Teigwaren“ bietet Produkte direkt vom Hersteller an.

Einwohner:134
Gemarkungsfläche: 369 ha (davon 124 ha Wald)
Höhe. 374 m ü.M.


Stadt Walldürn

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