Die Wappen von Walldürn und seinen Stadtteilen

Vom Generallandesarchiv in Karlsruhe wurden uns nachstehende Wappenbeschreibungen der Stadt- und Ortswappen von Walldürn und seinen Ortsteilen überlassen.

Wallduern

Walldürn

Von 1294 bis 1803 gehörte die Stadt zum Erzbistum Mainz.
Ihr Wappen, welches am 25.11.1960 in der Darstellung und den Farben endgültig festgelegt wurde, geht auf das älteste bekannte Stadtsiegel von 1419 zurück. Die jetzige Beschreibung lautet:
„In Silber (weiß) auf grünem Boden zwischen zwei grünen Linden eine rote Burg mit einem Zinnturm an der rechten Seite und einem halbgeöffneten schwarzen Fallgatter. Über der Burg schräg angelehnt an den Burgturm, ein roter Wappenschild, darin ein sechsspeichiges silbernes (weißes) Rad“.

Altheim

Altheim

Bis 1803 gehörte der Ort zum kurmainzischen Oberamt Amorbach, von 1803 – 1806 zum Fürstentum Leiningen.
Im 19. Jahrhundert wurden im Siegel wie bei einigen anderen Orten des Bezirks, die drei Adler des leiningischen Wappens geführt.
Da Altheim sich schon sehr früh in klösterlichen Besitz befand und später an Mainz kam, nahm die Gemeinde auf Vorschlag des Generallandesarchivs 1909 folgendes Wappen an:
„In Rot ein goldener (gelber) Krummstab begleitet von zwei sechsspeichigen silbernen (weißen) Rädern“.
Das Rad ist das Wappenmotiv des Kurfürstentums Mainz.
Das Wappen erlosch am 31.12.1971 mit der Eingemeindung nach Walldürn.

Gerolzahn

Gerolzahn

Bis 1803 gehörte der Ort zum würzburgischen Amt Rippberg, von 1803 – 1806 zum Fürstentum Leiningen.
Die Gemeinde führte im 19. Jahrhundert einen Lindwurm im Siegel. Das Motiv wurde ab 1909 unter Entfernung der Buchstaben G und Z verbessert dargestellt.
Die endgültige Verleihung des Wappens erfolgte am 11.09.1958 durch das Innenministerium:
„In Silber (Weiß) ein nach links schreitender feuerspeiender blauer Drache“.
Das Wappen erlosch mit der Eingemeindung nach Walldürn am 01.01.1975.

Glashofen

Glashofen

Bis 1803 gehörte der Ort zum kurmainzischen Oberamt Amorbach, von 1803 – 1806 zum Fürstentum Leiningen.
Im 19. Jahrhundert führte die Gemeinde im Gerichtssiegel eine Mitra und einen Krummstab in gleicher Anordnung wie Kaltenbrunn und Reinhardsachsen.
Die Gemeinde nahm 1909 den Vorschlag des Generallandesarchivs für ein neues Wappen an. Die endgültige Verleihung mit verbesserter Farbgebung erfolgte am 14.08.1959 durch das Innenministerium:
„In geteiltem Schild oben in Rot eine rotgefütterte silberne (weiße) Mitra, schräggekreuzt mit einem goldenen (gelben) Krummstab, unten in Blau ein rotbewehrter silberner (weißer) Adler“.
Das Wappen erlosch mit der Eingemeindung nach Walldürn am 01.01.1975.

Gottersdorf

Gottersdorf

Bis 1803 gehörte der Ort zum würzburgischen Amt Rippberg, von 1803 – 1806 zum Fürstentum Leiningen.
Im 19. Jahrhundert führt die Gemeinde im Siegel die Gottesmutter mit Jesuskind und Palmzweig auf einer Mondsichel. Am 30.07.1958 wurde ihr durch das Innenministerium folgendes Wappen verliehen, das auf einen Vorschlag des Generallandesarchivs von 1908 zurückgeht:
„In Silber (Weiß) auf einer goldenen (gelben) Mondsichel stehend die Gottesmutter in blauem Mantel mit goldener (gelber) Krone, in der Linken das Jesuskind in der Rechten ein goldenes (gelbes) Zepter haltend“.
Der ursprünglich vorhandene Palmzweig wurde wohl infolge eines sehr schlechten Siegelabdrucks irrtümlich für ein Zepter gehalten.
Das Wappen erlosch mit der Eingemeindung nach Walldürn am 01.01.1972.

Hornbach

Hornbach

Bis 1803 gehörte der Ort zum würzburgischen Amt Rippberg, von 1803 – 1806 zum Fürstentum Leiningen.
Im 19. Jahrhundert führte die Gemeinde die drei Adler des leiningenschen Wappens im Siegel. 1908 schlug das Generallandesarchiv folgendes Wappen vor:
Über blauem Wasser (Sumpf) grüner Boden, woraus eine Buche wächst. Mit dieser Darstellung sollte der Ortsname erklärt werden, von horo, horawes (Sumpf) und buoch (althochdeutsch Buchwald). Am 23.0.6.1958 wurde das Wappen in verbesserter Form durch das Innenministerium verliehen:
„In Silber (Weiß) über blauem Wellenschildfuß ein grüner Boden, darauf eine grüne Buche mit schwarzem Stamm.“
Das Wappen erlosch mit der Eingemeindung nach Walldürn am 01.01.1975.

Kaltenbrunn

Kaltenbrunn

Bis 1803 gehörte der Ort zum kurmainzischen Oberamt Amorbach, von 1803 – 1806 zum Fürstentum Leiningen.
Er führte in einem Gerichtssiegel des 19. Jahrhunderts die gleichen Motive wie Glashofen und Reinhardsachsen. 1909 nahm die Gemeinde auf Vorschlag des Generallandesarchivs folgendes Wappen an, das 1957 noch in den Farben verbessert wurde:
„In Blau schräggekreuzt eine rotgefütterte gold-(gelb)-bordierte silberne (weiße) Mitra und ein goldener (gelber) Krummstab“.
Das Wappen erlosch mit der Eingemeindung nach Walldürn am 01.01.1975.

Reinhardsachsen

Reinhardsachsen

Bis 1803 gehörte der Ort zum kurmainzischen Oberamt Amorbach, von 1803 – 1806 zum Kurfürstentum Leiningen.
Er führte im Gerichtssiegel des 19. Jahrhunderts die gleichen Motive wie Glashofen und Kaltenbrunn. 1909 nahm die Gemeinde auf Vorschlag des Generallandesarchivs folgendes Wappen an:
„In Rot eine gold-(gelbe)-bordierte silberne (weiße) Mitra, durch diese pfahlweise gesteckt ein goldener (gelber) Krummstab.“
Das Wappen erlosch mit der Eingemeindung nach Walldürn am 01.07.1971.

Rippberg

Rippberg

Bis 1803 war der Ort würzburgisches Amt, von 1803 – 1806 gehörte er zum Fürstentum Leiningen.
Im 19. Jahrhundert führte die Gemeinde ein Siegel, in dem ein Steinbockshorn (Herren von Dürn) und der heilige Sebastian dargestellt wurden. 1909 nahm die Gemeinde auf Vorschlag des Generallandesarchivs das Abbild des Torturms des dortigen Schlosses mit Kreuz auf dem Dach in natürlichen Farben (braun) an. Ein entsprechender Stempel wurde allerdings erst 1926 angefertigt. Am 23.06.1958 wurde der Gemeinde durch das Innenministerium folgendes noch verbesserte Wappen verliehen:
„In Silber (Weiß) auf grünem Boden ein roter Torturm mit Stützmauern.“
Das Kreuz wurde entfernt, da es sich nicht um eine Kirche handelt.
Natürliche Farben sind außer bei Gesichtern möglichst zu vermeiden. Aus der Wappenbeschreibung ergibt sich, dass eigentlich der gesamte Torturm in Rot darzustellen war.
Das Wappen erlosch mit der Eingemeindung nach Walldürn am 01.12.1972.

Wettersdorf

Wettersdorf

Bis 1803 gehörte der Ort zum kurmainzischen Oberamt Amorbach, von 1803 – 1806 zum Fürstentum Leiningen.
Im 19. Jahrhundert führte er im Siegel das kurmainzische Rad. Der Vorschlag des Generallandesarchivs für ein neues Wappen von 1908 wurde prinzipiell angenommen:
„In geteiltem Schild oben in Blau zwei rotbewehrte silberne (weiße) Adler, unten in Rot ein halbes achtspeichiges silbernes (weißes) Rad an der Teilung“.
Ein entsprechender Stempel wurde erst 1929 angefertigt.
Das Wappen erlosch mit der Eingemeindung nach Walldürn am 01.12.1972.



Stadt Walldürn

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