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Startseite | Bürger | Aktuelles / Service | News 2010 | 20 Jahre Freilandmuseum - Bildergalerien
Jubiläum: 20 Jahre Odenwälder Freilandmuseum
logo-flm Genau am 14. Juli vor 20 Jahren öffnete das Odenwälder Freilandmuseum in Walldürn-Gottersdorf erstmals seine Pforten. Damals, nach 6 Jahren Aufbauzeit, standen gerade einmal 5 fertig eingerichtete Gebäude auf dem Museumsgelände oberhalb des alten Gottersdorfer Klosterteichs, das die Stadt Walldürn aus dem Besitz des Fürsten von Leiningen erworben hatte.

Heute hat das Museum es auf 16 historische ländliche Gebäude gebracht, die aus 14 Ortschaften des nordbadischen und unterfränkisch-bayerischen Raums gekommen sind. Diese Gebäude sind größtenteils mit historischem Mobiliar eingerichtet und nach gründlichen Recherchen dargestellt mit der Geschichte ihrer ehemaligen Bewohner, was bei den Besucherinnen und Besuchern besonders positiv bewertet wird. Mit durchschnittlich 25.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr, die in den kleinen Walldürner Ortsteil Gottersdorf kommen, ist es das besucher-stärkste Museum im ländlichen Raums Nordbadens geworden.

Kurz nur war die Gelegenheit gegeben, dieses regionale Freilandmuseum Baden-Württembergs in einen Walldürner Ortsteil zu bringen, als das Land einen Standort für eines der letzten Freilandmuseum in Nordbaden suchte, um die Landkarte der regionalen Freilandmuseen abzuschließen. Die Stadt, voran der damalige Bürgermeister Robert Hollerbach, griff zu, legte eine Konzeption vor, und so wurde das künftige Museum im Jahr 1983 in die Freilichtmuseumskonzeption des Landes Baden-Württemberg aufgenommen und kam somit in den Genuss der hierfür eingerichteten speziellen Fördermittel. Ausschlaggebend für die Vergabe war das idyllisch gelegene Gelände beim Gottersdorfer See und nicht zuletzt das Vertrauen in die Stadt Walldürn, das Museum gesichert auf die Beine zu stellen. Es wurde ein Trägerverein gegründet, deren Vorsitzende seither immer die jeweiligen Bürgermeister der Stadt Walldürn sind, was den engen Bezug zwischen Stadt und Verein dokumentiert. In diesem Trägerverein sind alle Kommunen des Neckar-Odenwald-Kreises und einige des Rhein-Neckar-Kreises und des Landkreises Miltenberg versammelt, sowie weitere Gebietskörperschaften des Einzugsgebiets und auch viele private Einzelmitglieder. Der Neckar-Odenwald-Kreis engagiert sich neben der Stadt Walldürn, die vor Ort und als Initiator des Ganzen die Hauptlast trägt, am kräftigsten.

Trotz schwieriger finanzieller Strukturen hat das Museum es mit einem Minimum an Personal geschafft, heute zu den anerkannten seiner Art in ganz Europa zu gehören, was im Jahr 1998 durch die Aufnahme in den Verband Europäischer Freilichtmuseen zum Ausdruck kam. Seit vielen Jahren engagiert es sich auch an vorderster Stelle in der Arbeitsgemeinschaft der baden-württembergischen Freilichtmuseen, einer politischen Interessenvertretung und vor allem fachlichen Kooperationsgemeinschaft auf Landesebene. Besucherumfragen bezeugen, dass Konzeption und Dokumentationsmethodik des Museums gut ankommen. Der zahlreiche Besuch von Schulklassen weist darauf hin, wie wichtig die anschauliche Dokumentation der ländlichen Vergangenheit auch für die Pädagogik eingeschätzt wird.

Die zahlreichen Veranstaltungen während der jeweils siebenmonatigen Saison vom Ostereiersuchen zu landwirtschaftsgeschichtlichen bis zu militärhistorischen Vorführungen, bei denen sich viele Bürgerinnen und Bürger und Vereine aus nah und fern für „ihr Museum“ engagieren, ergänzen die geschichtlichen Darstellungen auf lebendige Art und Weise. Und die ständige Haltung historischer Tierrassen bringt Leben in den Alltag des Museums.

Eines der Markenzeichen des Odenwälder Freilandmuseums sind die jährlichen Grünkernfeste mit Vorführung der historischen Grünkernproduktion, durchgeführt von Gottersdorfer Bürgerinnen und Bürgern, und dem Angebot von allerlei Grünkernspeisen sowie vielen weiteren Vorführungen aus dem früheren dörflichen Leben.

Am kommenden Wochenende, 17.und 18 Juli, steigt das 20. Grünkernfest als vielseitige Jubiläumsveranstaltung für Groß und Klein.

Historische Grünkernproduktion auf einer Holzrauchdarre, Handwerkervorführungen (Schmied, Wagner, Korbflechter, Strohflechter, Drechsler, Buchdrucker, Seifenmacherin) waren schon seit Jahrzehnten die Bestandteile dieser Hauptjahresveranstaltung.

In diesem Jahr kommen neue und selten zu sehende Aktionen hinzu: Die Barbierstube aus Wagenschwend ist nicht nur mit einer Ausstellung vor Ort - am Sonntag kann Mann sich auch nach alter Sitte den Bart rasieren lassen. Herren, die sich hierzu in den Rasierstuhl setzen, bekommen den Eintrittspreis zurück.

Die Abteilungsfeuerwehr Gottersdorf führt historische Löschmethoden vor (samstags 14.00Uhr, sonntags 13.30 und 16.00 Uhr) und zeigt, wie früher vorgegangen wurde, wenn Feuer unterm Dach war.

Das Holzrücken mit einem Pferd (samstags 14.30 Uhr, sonntags 14.00 und 16.30 Uhr) wird fachmännisch vorgeführt - dies war früher die schonendste Methode, im Wald Holz zu ernten.

Oldtimertraktoren (sonntags) zeugen von der Mechanisierung der Landwirtschaft.

Im Bauerngarten gibt es Sonderführungen (samstags 13.00 Uhr, sonntags 13.00, 14.00 und 15.00 Uhr); hierbei werden auch seltene Pflanzensamen und Stauden-Ableger gegen Spende abgegeben.

Die Spinnstube Höpfingen bietet alles auf, womit sie an Fertigkeiten aufwarten kann: Spinnen, Klöppeln, Stricken, Flicken (sonntags ab 11.00 Uhr). In der Küche eines Museumshauses kann man zuschauen, wie Grünkernsuppe gekocht wird.

Die Kinder werden bestens unterhalten bei angeleiteten alten Kinderspielen, Schablonenmalerei, Mitmachaktionen beim Filzen oder beim Seifenmachen, oder sie können sich austoben auf der eigens aufgebauten Strohhüpfburg.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt bei vielfältigen Grünkerngerichten und anderen Speisen.

Neben der durch Gottersdorfer Bürgerinnen und Bürgern verstärkten Gastronomie im Museum warten auch die Gottersdorfer Gaststätten mit schmackhaften Speisen auf.

Und auch sonst macht der Ort Gottersdorf in besonderer Weise mit beim Fest seines weithin bekannten Museums:

Die alteingesessene Küferei/Brennerei Link bietet an beiden Tagen Vorführungen; und zwar samstags um 16.00 Uhr und sonntags um 14.30 Uhr und 15.30 Uhr. Die ebenso unweit gelegene Brennerei Schieser hat eigens einen Brenntag angemeldet; sonntags ab 10.00 Uhr kann man dort beim Obstbrennen zuschauen.

Auch das Land Baden-Württemberg würdigt das Odenwälder Freilandmuseum, das vor genau zwei Jahrzehnten als sechstes baden-württembergisches regionales Freilichtmuseum erstmals seine Pforten öffnete: Am Sonntag, 18.Juli, findet um 10.00 Uhr eine Feierstunde mit dem Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Dietrich Birk statt. Hier haben sich auch zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft angesagt.

Das Museum ist wie immer an beiden Tagen von 10-18 Uhr geöffnet.


Interaktiver StadtplanINTERAKTIVER STADTPLAN
VeranstaltungskalenderVERANSTALTUNGSKALENDER
SCHRIFT GRÖSSER/DARSTELLUNG
 

In unseren Bildergalerien sind Bilder vom Aufbau und von der Entwicklung des Museums in den letzten 2 Jahrzehnten zusammengestellt.

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Historie
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Bautechnik
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Inneneinrichtungen
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Veranstaltungen
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