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Lange Tradition von Streitkräften am Standort WALLDÜRN
Der Limes und die Ruinen römischer Kastelle in der Umgebung Walldürns sind die sichtbaren Zeichen der langen Tradition soldatischen Lebens in Walldürn und der Region.
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Im Zuge der Wiederbewaffnung wurden nach dem II. Weltkrieg in der gesamten Bundesrepublik Deutschland geeignete Standorte gesucht, die eine großflächige Stationierung der noch jungen Bundeswehr ermöglichen sollten. Im nordbadischen Raum wurde neben TAUBERBISCHOFSHEIM, KÜLSHEIM und HARDHEIM auch WALLDÜRN als möglicher Standort betrachtet und ausgewählt.
Nachdem Mitte der 1950er Jahre die Entscheidung gefallen war, konnte im Jahre 1957 mit den Rodungsarbeiten begonnen werden. Bereits ein Jahr später wurde Richtfest gefeiert und zum Ende des Jahres 1958 zogen die ersten Soldaten in die Walldürner Kaserne ein. Die offizielle Übergabe an die Truppe fand am 04.04.1959 im Rahmen eines Festaktes und unter reger Beteiligung der Zivilbevölkerung statt. Im Jahr 1964 erhielt die Walldürner Kaserne offiziell den Namen „Nibelungenkaserne“.

Dies begründet sich darauf, dass die in der Nibelungensage beschriebenen Ereignisse unter anderem auch im hiesigen Raum stattfanden.
Im Laufe der fast 50-jährigen Geschichte des Standortes WALLDÜRN gab es einige grundlegende Änderungen in der Gestaltung der Kaserne. In der Zeit von 1974 bis 1976 wurden mehrere zusätzliche Gebäude, in der damals üblichen Betonbauweise, errichtet. Anfang der 1990er Jahre wurde ein der Belegungsstärke und den gestiegenen Anforderungen entsprechendes Küchengebäude erstellt.
Als Hauptnutzer der Kaserne waren verschiedene Truppenteile in WALLDÜRN stationiert.
Die Wichtigsten seien hier genannt:
| 1958 – 1993 |
Panzerartilleriebataillon 365 |
| 1959 – 1992 |
Panzergrenadierbataillon 362 |
| 1972 – 2003 |
Teile des Instandsetzungsbataillons 12 |
| 1993 – 2003 |
Raketenartilleriebataillon 122 |
| seit 2003 |
Logistikbataillon 461 |
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Heute ist das Logistikbataillon 461, welches im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der Bundeswehr von Umstrukturierungsmaßnahmen betroffen war, in WALLDÜRN beheimatet.
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Auftrag dieses Logistikbataillon (SK) ist die Sicherstellung von Stabilisierungseinsätzen (SK) wie beispielsweise KFOR, EUFOR oder ISAF Einsätzen.
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Des Weiteren befindet sich seit Juni 1987 im Walldürner Ortsteil Altheim das Munitionsdepot ALTHEIM, die modernste Instandsetzungs- und Lagereinrichtung für Munition der Luftwaffe. |